Corona-Krise: Kirche ist aktiv!

Noch immer schränkt das Coronavirus unser Leben, so wie wir es gewohnt sind, ein. Generell gilt es, stets unter Einbezug der aktuellen epidemiologischen Lage, mit viel Fein- und Verantwortungsgefühl und im Austausch mit der politischen Gemeinde, der Schule, den Eltern und der Kirchgemeinde abzuwägen, ob ein Angebot durchgeführt werden soll. Grundsätzlich orientieren wir uns am Dachverband Offene Kinder- und Jugendarbeit, DOJ, am Verband offene Kinder- und Jugendarbeit Kanton Bern, VOJA, und am Jugendverband Cevi. Auf unserer Facebook-Site posten wir regelmässig Hinweise zur kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit und zum Thema Schutzkonzepte, Richtlinien und Hygiene- und Abstandsregeln.

Schutzkonzept für Lager mit Jugendlichen

Der Bundesrat hat am 14. April verschiedene Lockerungen beschlossen. Einige davon betreffen auch die Kirchen. Die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn haben ihre «Hilfestellung für die Kirchgemeinden zum Corona-Virus (Covid-19)» überarbeitet und ein Muster-Schutzkonzept für Lager mit Jugendlichen erstellt.

Aktuelle Rahmenvorgaben für Kinder- und Jugend-Lager

Ziel ist es, Kultur-, Freizeit- und Sportlager unter Einhaltung der gesundheitlichen/ epidemiologischen Vorgaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zu ermöglichen. Dabei gilt es, Ansteckungen zu vermeiden sowie allfällige Übertragungsketten des Coronavirus möglichst schnell zu unterbinden. Mit den «Rahmenvorgaben für Lager im Kultur-, Freizeit- und Sportbereich», publiziert am 21. März, zeigt der Bund auf, an was man sich bei Lagern mit Kindern und Jugendlichen halten muss. In diesen Rahmenvorgaben wird Essen und Trinken nicht thematisiert.

Betreffend Essen und Trinken in einem Lager mit Übernachtung kann man sich wohl an die Vorgaben der Hotellerie halten. Auch Hotelgäste müssen verpflegt werden. Deshalb kann dies auch in einem Lager mit einem entsprechenden Schutzkonzept umgesetzt werden. Zumal es dort gut strukturierte Pausen gibt. Bei einem Jugendtreff ist gemeinsames Essen oder Kochen nicht zulässig, weil das Programm eher nicht strukturiert ist und die Maskentragpflicht nicht «aufgeweicht» werden soll.

In einem Tageslager ist das Programm auch wieder strukturierter und hat klar definierte Pausen. Die Konsumation von Selbstmitgebrachtem oder Lunchsäckli-Inhalten an Tischen sitzend – mit Abstand und maximal vier Personen pro Tisch – ist bei gemeinsamen Pausen möglich. Bei Tagesanlässen mit Kindern und Jugendlichen ist es hilfreich, bezüglich des gemeinsamen Essens sich an den Tagesschulen zu orientieren. Die Bildungs- und Kulturdirektion des Kantons Bern äussert sich im Dokument «FAQ – Corona Schuljahr 2020/21» auf Seite 14 zu den Vorgaben ans gemeinsame Essen an Tagesschulen.

«Rahmenvorgaben für Lager im Kultur-, Freizeit- und Sportbereich» BASPO, BAG, BSV, BAK, 21.03.2021
Schutzkonzept für das Gastgewerbe unter Covid 19, Version 14
«FAQ – Corona Schuljahr 2020/21», BDK BE

Gelockerte Corona-Massnahmen für Kinder und Jugendliche bis Jahrgang 2001 ab dem 19. März 2021

Gesang- und Musikproben für Jugendliche bis Jahrgang 2001 sind erlaubt. Auch dürfen neu Jugendliche bis Jahrgang 2001 drinnen und draussen Fussball oder Hallenhockey spielen, an einer Kletterwand klettern oder einen Tanz proben sowie Trainings durchführen. Auch Kontaktsportarten sind für Jugendliche bis Jahrgang 2001 erlaubt. Wichtig dazu: Zum Schutz des Publikums sind Aufführungen vor Publikum verboten. Wettkämpfe dürfen zwar stattfinden, aber ohne Publikum. Es gilt der Jahrgang. Wer 2000 oder vorher geboren ist, kann von den Lockerungen nicht profitieren.

Das Wichtigste in Kürze: 

  • Die Erleichterungen für Kinder und Jugendliche bis Jahrgang 2001 gelten nur bei Sport, Kultur und Angeboten der Jugendarbeit wie Jugendtreffs, Jungschar oder Pfadi.
  • Jugendtreffs können wieder öffnen. Es muss eine Fachperson anwesend sein, und es gilt Maskenpflicht für alle Kinder und Jugendlichen, die älter sind als 12 Jahre. Feste, Discos, Konzerte sind jedoch nicht erlaubt. Es darf auch kein Trinken und Essen ausgegeben werden.
  • Für alle Kinder und Jugendlichen bis Jahrgang 2001 ist singen, proben und musizieren möglich, aber ohne Aufführungen vor Publikum. Proben oder Auftritte können aber gefilmt und online übertragen werden.
  • Kinder und Jugendliche bis Jahrgang 2001 dürfen sowohl in Innenräumen als auch im Freien und ohne zahlenmässige Beschränkung sportliche Aktivitäten ausüben. Sie dürfen Hallenhockey und drinnen und draussen Fussball spielen, an einer Kletterwand üben oder einen Tanz proben.
  • Die Höchstzahl für anwesende Personen (bis Jg. 2001) wird in Eigenverantwortung nach gesundem Menschenverstand von den einzelnen Fachstellen festgelegt. Wir empfehlen unter anderem folgende Faktoren zu berücksichtigen: zur Verfügung stehende Innen- und Aussenräume, Infrastruktur, Möglichkeiten die Hygiene- und Schutzmassnahmen zu gewährleisten, Art der Aktivitäten, Präsenz der Fachpersonen, Schutz der Mitarbeitenden, Alter der Kinder und Jugendlichen sowie Altersdurchmischung der Gruppen.
  • Kinder und Jugendliche bis Jahrgang 2001 dürfen neu Sport-Wettkämpfe bestreiten, jedoch ohne Publikum.
  • Bei Bei Angeboten der Jugendarbeit für Jugendliche ab Jahrgang 2000: Alle Arten von Angeboten sind im Innenraum mit max. 5 Personen (inkl. Leitende), Sport im Aussenraum mit max. 15 Personen zulässig. Es gilt Maskentragepflicht und Einhalten des Abstands.
  • Bei Angeboten für altersgemischte Gruppen gelten die Regelungen für Jugendliche ab Jahrgang 2000.

Auskunft zu den Auswirkungen der Corona-Massnahmen auf die kirchliche Jugendarbeit

Die Beauftragten Jugend der Refbejuso geben gerne weiterführende Auskunft. Ausführungen zu den Bestimmungen finden sich in den «Hilfestellung für Kirchgemeinden» der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn unter der Rubrik «Katechetik und Jugendarbeit». Die aktuelle Version der Hilfestellung (PDF) befindet sich auf der Homepage der Refbejuso.

Leitfaden «Video erstellen» von YouReport

Rafael Bischof von YouReport – dem jungen Filmteam Köniz – hat für alle Interessierte den Leitfaden «Video erstellen» formuliert.
Informationen zu YouReport – dem jungen Filmteam Köniz

Gottesdienst zuhause: Livestream und Video per Smartphone

Der IT-, Social Media- und Video-Fachmann Pascal Steck hat für uns Relevantes zu den Themen «Livestream auf YouTube mit einem Smartphone» und «Videos mit dem Smartphone aufnehmen und verbreiten» aufgelistet. Das Dokument «Livestream und Video per Smartphone» gibt Auskunft. Auf seiner eignen Website stellt er diverse Apps und Hilfsangebote vor. Pascal Steck arbeitet in vielen landeskirchlichen Projekten mit, so zum Beispiel ist er Projektleiter von mittendrin.life – dem etwas anderen Onlinemagazin, liefert seit Jahren die Technik für den Kirchenstand an der BEA und ist Leiter der telebibel.ch.