Im Gespräch
mit vielen Jugendlichen, die in der kirchlichen Unterweisung
ihre Pflichtgottesdienste besuchen müssen, stellt sich heraus,
dass die besuchten Gottesdienste vor allem eins sind: zum Gähnen
langweilig. Die Formen, die Themen und das Kirchengebäude
sind in der Regel auf ein ganz anderes Publikum zugeschnitten
als auf Jugendliche.
Seit 1996 halten wir neu pro Jahr 2 - 3 Jugend-Gottesdienste,
die ausschliesslich aus Live-Musik, Sketches und anschliessendem
Food & Drinks bestehen. Diese Gottesdienste sollen im Unterschied
zu den klassischen „grooven": In der zeitgenössischen
Popularmusik besteht der „Groove" aus einem ansprechenden
Rhythmus-Erlebnis, das in erster Linie aus dem gelungenen Zusammenspiel
des Schlagzeugs und des E-Basses entsteht. Der Groove konnotiert
also mit pulsierendem Leben, lädt zum Tanzen ein und lässt
einen auf der Kirchenbank nicht mehr schlafen. Die Sketches greifen
ausschliesslich Themen der Jugendlichen auf und setzen sich mit ihnen
mal in humoristischer, mal in dramatischer Form und stets in bezug
auf christliche Inhalte auseinander. Dem Alter der Jugendlichen entsprechend
werden bewusst auch provokative Themen und Aktionen ausgewählt
(ich erinnere mich an die Weihnachtsfeier im Sommer 1997, bei der
alle Besucher/innen vor der Kirche um den geschmückten Baum
ein Weihnachtslied sangen, auf dass Weihnachten täglich bei
uns Wirklichkeit werde).
Inhaltlich werden die Gottesdienste von einem 5köpfigen Team
erarbeitet, Pfarrer inklusive. Jedes Teammitglied hat seine kreativen
Talente und Ressorts: Musik, Pantomime, Sketche, Animation, Raumgestaltung.
An jährlichen Team-Weekend-Retraiten vertiefen wir unsere Zusammenarbeit
und unseren persönlichen Kontakt. Die Herausforderung dieser
nun 7jährigen Team-Arbeit besteht in der Erneuerung der kreativen
Impulse, sowohl inhaltlicher und formaler Art wie auch von den mitarbeitenden
Personen her: wie schnelllebig sind Kristallisationsmomente im unablässigen
Strom der Teenie-Kulturen. In der Zusammensetzung, den kreativ-singularisierenden
Fähigkeiten und der möglichen Zusammenarbeit der Mitarbeiter/innen
liegt das sine qua non dieses Projekts.
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| Zielgruppe |
Jugendliche,
vorwiegend im Alter der 7. – 9.
Klassen. |
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| Schwerpunkt: |
Feiern
und Gottesdienste,
Kirchliche Unterweisung,
Offene Kirche - offene Räume |
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Fakten:
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Bei
einer reformierten Bevölkerungszahl von knapp
1700 besuchen seit 1996 regelmässig 60 – 100
Jugendliche den Gottesdienst. |
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| Finanzen: |
Damit
populäre Live-Musik in der Kirche möglich
wird, bedürfen die Jugendgottesdienste einer
Infrastruktur: Boxen mit Endstufenverstärker,
Monitore, Mischpult, ein Funk-Mikrophon und
Gesangs-Mikrophone wurden 1996 angeschafft. Dazu
eine angemessene Lichtorgel. Der gesamte
einmalige Materialaufwand beträgt insgesamt rund
Fr. 7´000.—. Die Hardware wird auch für
andere
Gottesdienste verwendet und an Dritte vermietet.
Der Aufwand pro Gottesdienst erstreckt sich dann
auf total Fr. 400 (maximal Fr. 200 für eine
Band, Fr. 70 für Snacks und Drinks, Fr. 30 für
Plakate, Fr. 100 für die Miete eines
Scheinwerfers mit komplexen und popigen
Beleuchtungsmöglichkeiten). Das Team arbeitet
gänzlich auf ehrenamtlicher Basis. |
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| Öffentlichkeit: |
Plakate.
Hauptsächlich aber Mund zu Mund
Propaganda unter den Jugendlichen. |
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Projektstand:
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| zurück |
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