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„Zwischen Tag und Nacht – eine Nacht alleine in der Natur verbringen" Rahmenbedingungen für ein Holangebot

„Look at the Wild Side“ - Rituale, Sinn- und Visionssuchen in der Natur

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Ausgangslage
Der Weg von der Kindheit ins Erwachsenensein gehört zu den wichtigsten, komplexesten und schwierigsten Lebensübergängen. Auf ihrer Identitätssuche sind die Jugendlichen auf eine klar strukturierte Hilfe von der Erwachsenenwelt angewiesen. Mit den Veränderungen in der Familie stehen aber auch die Eltern selber im Übergang zu einem neuen Lebensabschnitt. Das Projekt „Look at the Wild Side“ des Bereichs Gemeindedienste und Bildung der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn setzt hier mit Übergangsritualen in der Natur an und bildet einen klaren Rahmen für Jugendliche und Eltern auf ihrer Sinnsuche: An einem Wochenende können z.B. Jugendliche eine Nacht alleine in der Natur verbringen, sich möglichen Ängsten stellen und dahinter verborgenen Stärken kennenlernen. Auf der Visionssuche verbringen junge Menschen ab 17 oder 18 Jahren drei Tage fastend in der Natur. Sie lassen viele Sicherheiten zurück und stellen sich existentiellen Fragen. Nach den Erfahrungen alleine in der Natur, werden sie bei ihrer Rückkehr für die Wiedereingliederung vom Leitungsteam und wenn möglich von ihren Eltern empfangen. Die Geschichten der Jugendlichen werden gehört und gewürdigt. Ebenfalls in die Natur begeben sich Eltern an einem Wochenendseminar. Sie schaffen sich einen Raum, um innezuhalten, als Mutter oder Vater von Kindern, die erwachsen werden, und als Frau oder Mann, die selber an einem wichtigen Lebensübergang stehen.
Die Jugendarbeit der Reformierten Kirchen Spiez / Aeschi-Krattigen und der Bereich Sozialdiakonie der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn hat das Pilotprojekt „Zwischen Tag und Nacht – eine Nacht alleine in der Natur verbringen“ im Jahr 2005 und 2006 erfolgreich durchgeführt. Sie hat unter den Jugendlichen den Bedarf für Ritualangebote in der Natur aufgezeigt. Die Wochenenden erfreuen sich seit 2005 in Spiez und Aeschi-Krattigen zunehmender Teilnehmerzahlen. Die Rückmeldungen der Jugendlichen sind sehr gut. In der Zwischenzeit ist das Angebot mit der Reformierten Kirchgemeinde Lauterbrunnen vernetzt. Gleichzeitig bietet auch die Reformierte Kirchgemeinde Bolligen ein ähnliches Angebot unter dem Namen „Into the deep“ an. Das erwähnte Pilotprojekt hat Mitte 2006 ausserdem zur Bildung einer Arbeitsgruppe mit Beteiligung des Bereichs Jugend der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn geführt. Diese hat sich zum Ziel gesetzt, die Ritualangebote in der Natur weiterzuentwickeln und eine Visionssuche für Jugendliche und junge Erwachsene auf überregionaler und kantonaler Ebene aufzubauen. Im März 2008 hat die Arbeitsgruppe einen ersten Multiplikatorenkurs zur Einführung in die Naturarbeit durchgeführt. Die Auswertung des Kurses, an dem Jugendarbeitende, KatechetInnen und Pfarrpersonen teilgenommen, hat das Interesse für diese Form der Ritualarbeit gezeigt.
 

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Das Projekt „Look at the Wild Side“ baut auf mehreren Eckpfeilern auf:

Angebot

Zielpublikum

Ziele

Verankerung

Leitung

Einheiten in Naturarbeit im KUW-Unterricht

SchülerInnen des KUW-Unterrichts/ KonfirmandInnen

Kleine rituelle Formen der Naturarbeit kennen lernen

Lokal

KatechetInnen, Jugendarbeitende, Pfarrpersonen

Zwischen Tag und Nacht – eine Nacht alleine in der Wildnis verbringen

Jugendliche ab 14 Jahren

Jugendliche:
Bewusstwerdung persönlicher Ängste und Potentiale
Elemente eines Übergangs-rituals erfahren / kennen lernen
Leitung:
Empowerment der lokalen Leitungsperson

Lokal / regional

Externe Fachperson (Einführungsphase) mit lokaler Leitung (Jugendarbeitende, KatechetInnen, Pfarrpersonen)

Visionssuche
für Jugendliche und junge Erwachsene

Jugendliche ab 16 Jahren
(im Anschluss an die Konfirmation)

Bewusste Gestaltung eines Lebensüberganges mit einem Übergangsritual

Überregional / kantonal

Leitungsteam mit Fachpersonen

Angebot für Eltern

Erwachsene mit Kindern im Jugendalter und von TeilnehmerInnen der Projekte von Look at the Wild Side

Bewusste Gestaltung eines Lebensüberganges mit Ritualangeboten in der Natur

Überregional / kantonal

Leitungsteam mit Fachpersonen

Multiplikatoren-Kurse

Jugendarbeitende, KatechetInnen, Pfarrpersonen

Selbsterfahrung in Naturarbeit
Überblick über das Projekt „Look at the Wild Side“
Werkzeuge für kleinere Formen der Naturarbeit (KUW) kennen lernen

Überregional / Kantonal

Leitungsteam mit Fachpersonen

 


Lokale und regionale Angebote ermöglichen es Jugendlichen, die Naturarbeit sowie rituelle Erfahrungen in der Natur zu machen. Für Projekte wie „Zwischen Tag und Nacht – eine Nacht alleine in der Wildnis“ und vor allem einer Visionssuche ist eine Leitung durch erfahrene Fachpersonen unabdingbar. Aus diesem Grund ist die Unterstützung interessierter Kirchgemeinden für diese Angebote durch Fachpersonen angezeigt. Ausserdem ist die Nachfrage und der Aufwand für die Durchführung Visionssuche für eine einzelne Kirchgemeinde nicht bewältigbar, weshalb diese auf überregionaler / kantonaler Ebene angesiedelt werden muss. Dieses Konzept beschreibt Fördermassnahmen für Angebote wie „Zwischen Tag und Nacht“.

Grobziel

Im Rahmen des Projektes „Look at the Wild Side“ werden Jugendarbeitende, KatechetInnen und Pfarrpersonen beim Aufbau von Wochenendangeboten wie „Zwischen Tag und Nacht – eine Nacht alleine in der Wildnis“ in der Natur unterstützt. Die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn unterstützen die Kirchgemeinden in ihrem Einzugsgebiet beim Aufbau lokaler sowie regionaler Angebote nach dem Modell von „Zwischen Tag und Nacht“ auf ihre Nachfrage hin.

Feinziele

  • Unterlagen für die Planung, Durchführung und Auswertung eines Wochenendes „Zwischen Tag und Nacht – eine Nacht alleine in der Wildnis verbringen“ stehen für interessierte Kirchgemeinden zur Verfügung (Ablauf des Wochenendes, Budgetvorlage, Anmeldeverfahren (Anmeldung, Elternerklärung), Infobrief für Eltern und TeilnehmerInnen, Sicherheitsfragen).
  • Materialkiste steht zur Verfügung: 15-20 Plastikblachen, Schnüre, Werbeflyer.
  • Jährlich schreiben mindestens 4 Kirchgemeinden aus dem Kirchengebiet Bern-Jura-Solothurn ein Angebot wie „Zwischen Tag und Nacht – eine Nacht alleine in der Wildnis“ für Jugendliche und junge Erwachsene aus. Die Kirchgemeinden werden durch Fachpersonen aus einem Expertenpool bei der Planung, Durchführung und Auswertung betreut. Dabei sollen die Ecksteine für eine selbständige Durchführung gesetzt werden.
  • MultiplikatorInnen werden ermutigt und befähigt, möglichst selbstständig Angebote wie „Zwischen Tag und Nacht“ zu realisieren. Dazu dient die Begleitung des ersten Wochenendes durch eine externe Fachperson, sowie weitere Weiterbildungsangebote.

Umsetzung

  • Konditionen für die Teilnahme
  • Die Jugendlichen sagen „ja“ zum Projekt. Sie nehmen freiwillig und nicht im Rahmen des obligatorischen Unterrichts am Projekt teil. Das Projekt kann im kirchlichen Unterricht beheimatet sein. Es findet aber nur dann statt, wenn die Jugendlichen im Konsens damit einverstanden sind.
  • Leitung: Experten-Pool mit Fachpersonen in Naturarbeit

Fachpersonen, die von der Arbeitsgruppe des Projektes „Look at the Wild Side“ definiert werden, unterstützen die Kirchgemeinden bei der Planung, Durchführung und Auswertung des Wochenendes.

  • Für die Kirchgemeinde nimmt ein Jugendarbeitender, ein/e Katechet/in oder eine Pfarrperson als Leiter/in am Projekt teil.
  • Pro 5 TeilnehmerInnen nimmt eine Leitungsperson am Projekt teil.
  • Zeitbudget für das Wochenendangebot:
  • Max. 1 Halbtag für die Festlegung der Eckpfeiler des Projektes (Grundsätze, Anmeldeverfahren, Budget, Zusammensetzung des Leitungsteams)
  • Max. 1 Halbtag für die Detailplanung (Ablauf, etc.)
  • 2 Tage (maximal 2.5 Tage: z.B. Freitag Abend bis Sonntag Abend): Durchführung des Angebots
  • 2h für die Auswertungsbesprechung innerhalb des Leitungsteams

Austauschtreffen für Jugendliche

Den Kirchgemeinden wird für die Nachbereitung und Begleitung der Jugendlichen empfohlen nach dem Wochenende ein Austauschtreffen für die Jugendlichen zu organisieren. Diese Treffen werden idealerweise untereinander koordiniert und vernetzt.

  • Kosten (vgl. Budget)

Die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn subventionieren dieses Projekt. Kostenbeteiligung der Kirchgemeinden: Fr. 1'700.- Im Weiteren wird ein Beitrag von Fr. 100.- für die Teilnehmenden erhoben.
Wer ein Projekt kurzfristig absagt, muss mit Annulationskosten rechnen. Muss ein Projekt wegen fehlender Anmeldungen abgesagt werden, werden die Fachpersonen für den Vorbereitungsaufwand (1 Halbtag) mit Fr. 300.- entschädigt.

  • Werbung / Kommunikation

Im Einzugsgebiet der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn wird auf verschiedenen Infokanälen auf das Angebot aufmerksam gemacht.  

  • Ein jährlich durchgeführter Multiplikatoren-Kurs ermöglicht es, Jugendarbeitende, KatechetInnnen und Pfarrpersonen mit der Naturarbeit und dem Angebot von „Look at the Wild Side“ vertraut zu machen.
  • Flyerversand an Multiplikatoren in den Kirchgemeinden
  • Projektinfos auf www.refbejungso.ch
  • Laufdauer des Projektes

Die erste Projektphase läuft bis Ende 2010, eine zweite ist bis 2012 geplant. Der Zeitpunkt des eigenen Projekts ist frei wählbar, wird aber mit den Fachpersonen abgesprochen. Eine frühzeitige Kontaktaufnahme mit der Projektleitung und der zuständigen Fachperson ist erforderlich.

  • Auswertung

Das Projekt wird jeweils auf Ende Jahr in der Arbeitsgruppe des Projektes „Look at the Wild Side“ ausgewertet.

  • Kontakt

Manuel Münch, Jugendbeauftragter der Ref. Kirchen Bern-Jura-Solothurn,
Projektleiter von „Look at the Wild Side“.  Für alle Fragen, Anliegen und Anregungen sich bei ihm melden. 
E-Mail: manuel.muench@refbejuso.ch, Tel. 031 385 16 52, Handy 079 419 59 43

 


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Budget des Holangebotes als EXCEL-Tabelle

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